Vorwort zum Geleit

 

Der mit einer äußerst abwechslungsreichen Landschaft gesegnete Werra-Meißner-Kreis, gelegen im nordöstlichsten Zipfel Hessens, bietet eine vielgestaltige, klein- und reichstrukturierte Mittelgebirgslandschaft über vielen geologischen Formationen fast aller Erdzeitalter. Ein hoher Waldanteil unterschiedlichster Waldtypen, eine relativ schonende Landbewirtschaftung in Verbindung mit dünner Besiedlung, sehr wenig Industrie und abseits der Hauptverkehrsadern relativ geringem Verkehr, ermöglichen vielen Tier und Pflanzenarten deutlich bessere Lebensbedingungen als in vielen anderen wesentlich intensiver genutzten Regionen Deutschlands.

Auch deutlich unterschiedliche klimatische Bedingungen durch hohe Berg- und tiefe Tallagen tragen zur Artenvielfalt bei. Kühle, regenreiche Zonen und trockenwarme Gebiete liegen dicht beieinander.        

Da die meisten Pflanzen- und Tierarten an bestimmte Bodenverhältnisse, Landschaftsformen, Biotopstrukturen und Habitate gebunden sind, finden zahlreiche Spezies, die in anderen Gegenden nicht oder nicht mehr vorkommen, im Werra-Meißner Kreis noch ausreichend naturnahe Strukturen zur Arterhaltung. Die Ausweisung von 37 Naturschutzgebieten innerhalb einer fast ganzflächigen "FFH-Region", sowie der "Geo-Naturpark Meißner-Kaufunger Wald" (Frau-Holle-Land), als auch die offizielle Auszeichnung als "Hotspot der Biodiversität" unterstreichen die Wertigkeit des Gebietes hinsichtlich hoher Arten- und Biotopvielfalt.    

Naturnahe Wälder, auch mit urigen Eiben und Massenvorkommen an Märzenbechern, viele orchideenreiche Magerrasen mit Wacholderbeständen und großflächige extensiv genutzte Wiesen und Weiden, zahlreiche landschaftsprägende Muschelkalk-Bergstürze, im Umfeld mit Blaugrashalden und Eiszeitrelikten aus Flora und Fauna, Blockhalden und Felslandschaften aus Muschelkalk, Dolomit, Basalt, Buntsandstein und Diabas , Riffkalkfelsmonumente des Zechsteinmeeres, zig Spalten und Höhlen, etliche Feuchtbiotope, Kalksümpfe, Quellgebiete, diverse Moorstrukturen, viele Teiche und Seen, Karstregionen über Muschelkalk und Zechstein, der Hohe Meißner und einige kleinere vulkanische Durchbrüche, urige Nebentäler der Bäche, das "Grüne Band" im Grenzgebiet zu Thüringen, Orchideen an Straßenrändern, Montan- neben Weinbauklima,  grandiose Vogelzugerlebnisse,  unzählige atemberaubende Fernblicke an mehr als 20 Premiumwanderwegen, eine wundervolle Landschaft die ihresgleichen sucht.

 

Interessierte Beobachter/innen können sich hier noch an  90 Tagfalter- und 37 Orchideenarten erfreuen.

Sie werden auf den Folgeseiten alle vorgestellt .

Weitere bemerkenswerte Arten aus Fauna und Flora werden nach und nach hinzugefügt.

 

Nebenbei bemerkt ist die Werra-Meißner-Region auch ein idealer Raum zum Leben und Wohnen. Saubere Umwelt und äußerst preiswerte Wohnungen und Grundstücke in Hülle und Fülle, ein ideales Wohn- und Lebensumfeld, bestens geeignet für die Flucht aus sündhaft teuren und luftverseuchten Ballungsgebieten.

 

 

 

Ziel und Zweck dieser Seiten soll neben der Förderung des Tourismus auch sein, die einzigartige und großartige Naturausstattung unserer Heimat stärker ins Bewusstsein der heimischen Bevölkerung zu rücken, denn den meisten Bewohnern der Region ist gar nicht bewusst auf welch herrlichem Stückchen Erde sie hier leben dürfen.

 

Die meisten Menschen haben auch nur wenig Kenntnis davon, wie viel Engagement, Mühe und Arbeit erforderlich war und ist, um die vorhandene Artenvielfalt und -fülle bis heute zu bewahren.

Naturschutz wird vielfach immer noch im Hintergrund betrieben, weil viele Menschen negative Gefühle hegen, sich belästigt fühlen, persönliche Einschränkungen befürchten, oder die Bewahrung der Schöpfung für ein lästiges Übel, oder gar für überflüssig halten.

 

Dabei ist die Natur dieser Region ihr wahres und größtes Kapital, ein Schatz, der in der Öffentlichkeit nur sehr zögerlich erkannt, wahr- und angenommen wurde und wird.

 

 

Die Fülle seltener Tier- und Pflanzenarten entstand nicht nur unter den Besonderheiten der Landschaft, sondern ist auch  Folge der historischen Landnutzung. Viele heute schützenswerte Arten und sind Kulturfolger und viele Biotoptypen erst durch frühere Landnutzung entstanden. Das Wirken unserer Vorfahren förderte die Ansiedlung und Ausbreitung vieler Offenlandarten. Somit ist unsere heutige Natur großenteils auch ein Kulturgut und Naturschutz ist Kulturschutz.

Erst seit einigen Jahrzehnten hat Naturschutz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Als Naturliebhabern das Schwinden und Verschwinden bestimmter Arten infolge diverser fortschrittlich begründeter, für die Natur jedoch abträglicher Veränderungen des Lebensumfelds auffiel, wurden Maßnahmen erforderlich. Jede aussterbende Pflanzenart, oder das Verschwinden eines bestimmten Biotoptyps, bedeutet auch für viele weitere Organismen den sicheren Tod. Die gegenseitigen Abhängigkeiten der Arten unter- und voneinander und ihre Anforderungen an die Habitate sind ein sehr komplexes Forschungsfeld. Ehrenamtliche Streiter und engagierte amtliche Organe lernen permanent hinzu, denn Umweltmanagement war und ist relativ unbekanntes Terrain. In der Folge der Lernprozesse  wird  Naturschutz immer systematischer und effektiver betrieben.

Es wurde in jüngerer Vergangenheit viel Arbeit geleistet um zumindest die flächenhaft größeren und wertvolleren Biotope einer Nutzung zuzuführen, um den noch vorhandenen Artenbestand zu sichern. Die außerordentliche Fülle unterschiedlicher Biotoptypen und deren unterschiedliche Pflegekonzepte bedingten außerordentlichen Einsatz und beständiger Weiterbildung aller Beteiligten. Dabei erschließen sich dem Unkundigen bei weitem nicht die vielen zu überwindenden Widerstände gegen die notwendigen Maßnahmen.

Die Politik hat die Bedeutung einer intakten Umwelt nach und nach auch erkannt und eine Reihe von Fördermöglichkeiten geschaffen, die bestmöglich verwendet wurden um die Biodiversität der Region in die Zukunft zu erhalten und zu entwickeln. Die Bewahrung der Schöpfung ist anerkanntes und gesetzlich begründetes Ziel in Deutschland und der EU.  So konnten beispielsweise einige Schäferei- und Weidetierbetriebe gefördert und (wieder)aufgebaut und diverse Extensivierungsprogramme in der Landwirtschaft erfolgreich umgesetzt werden.

Daneben ist die Gegend auch durch die unermüdliche Aufbauarbeit der Naturparkverwaltung bekannt geworden. Die vielen zertifizierten Premiumwanderwege und insbesondere auch die touristisch sehr attraktiven Mohnfelder sind zum Beispiel auch nicht von allein entstanden sondern bezeugen besonderes Engagement und Kreativität. 

 

Diese Landschaft ist ein großartiges Geschenk der Natur, die Artenfülle darin bis heute zu erhalten war nicht einfach, sie in die Zukunft zu erhalten wird jedoch nun wieder in Frage gestellt. Es geschehen Dinge, die die Artenvielfalt  erheblich gefährden und das Landschaftsbild der Region enorm beeinträchtigen. Ich halte es dringend für geboten nachfolgend nicht nur die Vorzüge des Werra-Meißner-Gebietes herauszustellen, sondern auch diese Negativeinflüsse ins Bewusstsein zu rücken, in der Hoffnung drohende Verluste und Entwertungen verhindern zu können.

Zudem sollen auch die folgenden Generationen die Veränderungen der regionalen Biosphäre leichter nachvollziehen können.   

 

 

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Viele engagierte Menschen, haben sich in den letzten Jahrzehnten auf hauptberuflicher und freiwilliger Basis, mit viel Herzblut und Aufwand, für den Erhalt der Artenvielfalt der Werra-Meißner-Region eingesetzt und bisher mit großem Erfolg versucht das Bestmögliche für die Biodiversität heraus zu holen, das belegen ja auch die fast ausnahmslos aktuellen Beweisfotos der folgenden Seiten. Es ist  sehr viel erreicht worden, dafür sei allen Beteiligten ausdrücklich und herzlichst gedankt.

 

 

Wenn sich jedoch Negativentwicklungen abzeichnen und Rückschritte zu erkennen sind, muss es erlaubt sein diese Dinge auch anzusprechen, da auch die Bewusstseinsbildung der Allgemeinheit erklärtes Ziel dieser Seite ist.

Ich bitte aber darum innerhalb der folgenden Ausführungen die lokalen Abgrenzungen zu beachten.  Da sowohl globale, europäische, bundes- und landesweite, sowie auch regionale Fehlentwicklungen anzusprechen sind, ist der räumliche Bezug im Text nicht immer trennbar, bzw. unmittelbar zu erkennen. 

 

 

 

 

 

 

Aus Heimatliebe und zur Ehre der Natur werden diese Seiten erstellt.

Es ist an der Zeit die gegenwärtig noch großartige Naturausstattung  der Werra-Meißner-Region zu dokumentieren, denn auch unsere Heimat läuft Gefahr sich radikal zu verändern. Eines der letzten bisher unzerschnittenen Naturparadiese Hessens mit herausragender Biodiversität, wird in unserer ausgebeuteten und weltweit geradezu irrsinnig vergewaltigten Umwelt nun auch  erheblichen Schaden erleiden. 

Obwohl viele engagierte amtliche und ehrenamtliche Personen seit Jahrzehnten alles menschenmögliche getan haben um die  hohe Artenvielfalt zu erhalten, führen fragwürdige politische  Entscheidungen und weitere Fehlentwicklungen nun dazu, die  wichtigste Zukunftsperspektive unserer Heimat, nämlich Tourismus und sauberes Wohnumfeld in einem Hotspot der Biodiversität, abzuwürgen. Das Kapital dieser Region liegt wegen seiner grandiosen Naturausstattung, insbesondere auch durch die in Deutschland einmaligen Muschelkalk-Bergstürze und -rutschungen, im Tourismus und in einem Wohnumfeld höchster Wertigkeit.

Die Weichen für einen Sanften Tourismus wurden erfolgreich gestellt, Wohnraum für jeden Geldbeutel ist massig vorhanden,  doch folgende negative Entwicklungen gefährden  einen ökologisch geprägten Aufschwung der Region.   

 

 

 

 

 

Negative Einflüsse,

Gefährdungsursachen

 

  • Der Neubau einer monströsen, völlig fehlgeplanten und in dieser Form          unakzeptablen Autobahn, und die damit einhergehenden verleugneten      ungeheuerlichen und zerstörerischen Folgeerscheinungen. 
  • Windkraftanlagen, die nicht nur unsere Landschaftsästhetik zerstören, sondern durch Arealverlärmung und schnell wechselnde Schattenwürfe der Rotorflügel erheblichen Stress in Fauna und Flora verursachen und in bisher ungestörten Gebieten Tötungen und Fluchtreaktionen vieler Arten bis hin zur Ausrottung auslösen.  
  • Raubbau in den Wäldern mit Großmaschinen, ganzjährigem Holzeinschlag, und fragwürdigen Neuaufforstungen nachdem die Natur beseitigt hatte was nicht hingehörte, und die Umwandlung höchstartenreicher Mooskiefernwälder.  
  • Eine immer monotonere, chemieabhängige, überdüngende, eutrophierende und egalisierende  Landbewirtschaftung trägt auch hier bei uns neben der allgemeinen Umweltverschmutzung zunehmend zur Arten- und Habitatvernichtung bei. 
  • Enorme Schäden an Vorkommen seltener Orchideenarten in Wäldern und auch auf Magerrasen durch viel zu hohe Wildschweinbestände häufen sich. Orchideenknollen sind Leibspeise der Sauen und die Wuchsgebiete der Geophyten werden gezielt aufgesucht und bis zum Erlöschen zerstört. 
  • Auch die Waschbärplage trägt erheblich zum Artenschwund bei weil diese affenartig kletternden Allesfresser jedes Vogelnest plündern und neben Insekten und Larven auch Reptilien und Amphibien fressen.
  • Abartig gehätschelte Rotwildmassenvorkommen vernichten Bestände der einzigen besonders hoch geschützten Orchideenart Frauenschuh, für deren Erhalt wir europaweite Verantwortung übernommen haben.
  • Ausgrabungen von heimischen Orchideen und attraktiven Pflanzenarten durch besitzgeile Vollidioten sind permanent festzustellen, obwohl man längst auch seltenste Arten im Internet kaufen kann.
  • Als ein großes Problem im Landkreis wird auch die Werraversalzung durch die Kaliindustrie angesehen. Der Tourismus wird stark negativ beeinflusst, weil der Tourismusmagnet Werratalsee seit einem Jahrzehnt immer wieder wegen Blaualgenplagen mit Badeverboten belegt werden muss.  
  • Rennsportbegeisterte Motorsportfanatiker befahren und zerstören Orchideenstandorte, rasen durch Naturschutzgebiete, und erhalten für ihr idiotisches Verhalten auch noch Genehmigungen für anachronistische Motorsportveranstaltungen auf Straßen und in Feld und Flur.
  • Klettersportler missbrauchen und zerstören Felsen mit seltensten botanischen und faunistischen Raritäten und vertreiben Uhu und Wanderfalke aus ihren Bruthabitaten. 
  • Eine zunehmende Müllverrohung der Bevölkerung, illegale Ablagerungen von Hausmüll, Bauschutt und Gartenabfällen sind leider vielerorts zu registrieren. Sterile, hochdedüngte Fettrasen werden laufend gemäht und Gartenabfälle und  Rasenschnitt vielfach mit erschüttender Selbstverständlichkeit im Umfeld der Ortschaften entsorgt.    
  • Folienunterlegte Steinwüstengärten sind leider zunehmend im urbanen Bereich zu finden.  Die Erkenntnis das auch naturnahe Gärten  einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Biodiversität leisten können unterliegt einem Modetrend und Hang zur Pflegeleichtigkeit.
  • Einen erheblichen Beitrag zum allgemeinen Artenschwund leistet auch der Verkehr. Neben der Umweltverschmutzung durch Abgase, Reifen- Bremsen- und Keilriemenabrieb, Oelverluste, usw., sieht man überfahrene Tiere  in der Region täglich, über Wildunfälle berichtet die Heimatzeitung jeden Tag. An der Tötung großer Mengen von  Wild, Vögeln und Insekten  wird man zwar nur wenig ändern können, weil unser Zeitalter von der Mobilität lebt, aber man darf ernsthaft hinterfragen ob jede Strecke mit dem Auto erledigt werden muss, wo Radfahren oder Laufen doch die Gesundheit fördert. 
  • Viele Kalkklippen und Bergstürze sind die charakteristischen, landschaftsprägenden Elemente der Region mit stärkster touristischer Anziehungskraft. Leider überlässt man viel zu viele der früher genutzten und offen gehaltenen Felslandschaften der natürlichen Sukzession. Sie wachsen ungebremst immer weiter zu, werden unsichtbar und man nimmt das Verschwinden vieler speziell auf diesen seltenen Lebensraum geprägter seltener Arten in Kauf.
  • Und leider muss man zugeben das manchmal auch gut gemeinter Naturschutz  Schaden anrichten kann. So kann zum Beispiel zu häufige und zu scharfe Beweidung in Koppelhaltung, oder tiefe, ganzflächige Mahd von Schutzgebieten die Kleintier- und Insektenfauna insbesondere in vegetationsarmen  Dürreperioden erheblich schädigen.  
  • Übertriebener Vogelschutz schädigt die Biodiversität ebenfalls. Unter gesetzlichem Schutz stehend sorgen durch humane Förderung übernatürlich hoch entwickelte Vogelpopulationen zusätzlich für überhöhte Insektenentnahme und fischleere Gewässer. Durch Schonung der Reiher und Kormorane haben selbst  Bäche der Forellenregion keinen natürlichen Fischbestand mehr. 
  • Im Zuge es Autobahnbaus träumt die Politik von einem wirtschaftlichem Aufschwung der Region inmitten Deutschlands. Große Flächen besten Ackerlands sollen als Gewerbegebiete ausgewiesen und zubetoniert werden. 
  • Und neuerdings droht ein neues, wiederum völlig unnötiges und hirnloses  Monsterbauvorhaben, unseren Kreis dauerhaft zu entwerten: "SuedLink", eine ca. 65 km lange und bis zu 50 Meter breite Schneise als Kabel-Stromtrasse durch sensibelste Gebiete, weil im Norden Deutschlands der Strom produziert wird, den der Süden benötigt. 

 

 

Die oben kurz erwähnten Haupt-Naturbelastungen allgemein, global und regional nachfolgend etwas ausführlicher:

 

Ein gut gemeinter Rat vorweg: Wenn Sie Naturliebhaber/in sind und sich nicht aufregen dürfen oder möchten sollten Sie hier vorerst nicht weiterlesen. Wenn es um dämliche Naturvernichtung geht, wähle ich klare Worte. 

 

 

 

Das erst in jüngster Zeit - unter anderem durch ein bayerisches Volksbegehren - allgemein bekannt gewordene Insektensterben hat auch bei uns nicht Halt gemacht. Das Artensterben beschränkt sich dabei beileibe nicht nur auf die Honigbiene, oder nur auf Insekten. Unzählige Arten aus Fauna und Flora sind betroffen. In Mitteleuropa leben beispielsweise ca. 11000 Arten Hautflügler und die Wissenschaft spricht von deren Rückgang bis über 90 %. Hunderte von Tier- und Pflanzenarten sind seit Beginn der Industrialisierung durch Flächenversiegelung von Straßen, Landebahnen und allgemeiner Bebauung, durch Gewässerbegradigungen, Flurbereinigungen, Trockenlegungen von Feuchtgebieten und Beseitigungen störender Strukturen, neben dem Strassen-, Bahn-, Schiffs- und Flugverkehr hauptsächlich auch durch die "Ordnungsgemäße Landwirtschaft", europaweit ausgerottet oder an den Rand des Aussterbens gebracht worden. Die Landwirtschaft auf etwa der Hälfte der Fläche unseres Staates wird sogar auch vom Umweltbundesamt als Hauptverursacher des Artensterbens genannt. Das die "moderne" Landbewirtschaftung auch weltweit Hauptvernichter der Artenvielfalt ist, kann man als wissenschaftlich begründet und gesichert ansehen.

Die  als "Chemische Keule" bezeichnete mehrmalige Besprühung der Agrarlandschaften pro Saison mit diversen Giftstoffen kann man dabei nur als Krieg gegen unerwünschtes "Ungeziefer und Unkraut" bezeichnen. Die Benennung dieses Feldzuges gegen die Artenvielfalt als "Pflanzenschutz" ist purer Zynismus und eine kaum zu überbietende Verdummung der Menschheit. Man schützt in der Regel die Monokulturen der Feldflur, also eine einzige Art, und vernichtet massenhaft was man  früher geduldet hat und zu einem bedeutenden Faktor der Biodiversität beitrug.

Sämtliche Ackerbegleitflora, unzählige Mikroorganismen, Insekten, Amphibien, Reptilien, Hamster, Lerchen,  Rebhühner und Feldhasen, wo sind sie in der heutigen Agrarlandschaft Deutschlands hin? Unwertes Leben? Weg damit?

Wer kann sich noch an die unzähligen Gesangsflüge aufsteigender Feldlerchen  in den Frügjahrshimmel über jedem Acker, erinnern? Wer noch an die Kiebitzschwärme und Rebhuhnketten in der Feldflur. Wer noch an die im Frühling vor Vogelgesang bebenden Wälder und Feldgehölze? Wer noch an Gewässer voller Amphibien, Bäche voller Forellen, das Rascheln flüchtender Eidechsen oder Reptilien im Falllaub?

Der Artenschwund ist schleichend, seit Jahrzehnten beständig und permanent zunehmend. Wer die Verhältnisse um 1960 nicht kennt, kann es nicht wissen und erkennen, darum spreche ich es an. 

Fünfunddreißig Tausend Tonnen pro Jahr allein in der Bundesrepublik Deutschland in die Agrarlandschaft versprühte chemische Giftstoffe  bleiben nicht ohne Folgen, weder für Flora und Fauna, noch letztendlich für das Wohlergehen der Menschen. Zusätzlich hat übermäßiger Gülleeinsatz aus viel zu hohen Viehbeständen aus den einst blühenden und hochartenreichen Heuwiesen lebensfeindliche Grünöden gemacht. Nur sehr wenige düngetolerante Kräuter und Fettgräser werden als Silage-Mastfutter gezielt gefördert.  Mehrfaches und frühzeitiges Abmähen lässt kaum einen Blühaspekt und schon gar keine Samenreife der Grünlandvegetation mehr zu. (Durch das goldige Gelb der Löwenzahnblüte wird dem Laien im Frühjahr eine tolle Blumenwiese suggeriert, dabei ist der Löwenzahn eine der wenigen Blütenpflanzen die sich durch hohe Düngegaben mästen lässt und mit Gülle massiv gefördert wird.) Das dschungelhaft-feuchte Mikroklima der dichten Fettwiesen vertragen jedoch nur sehr wenige Arten.

Die heutigen Intensiv-Agrarländer sind ökologisch betrachtet leider klinisch tot, bringen aber im Gegenzug maximale Ertragssteigerung bis hin zur Selbstschädigung der Landwirtschaft durch Preisverfall wegen Überangebot. Der Bundesrepublik Deutschland, also uns allen, drohen gegenwärtig Strafzahlungen an die EU in Höhe von 800000 Euro täglich, wenn die weitere Verseuchung des regional bereits hoch belasteten Grundwassers/Trinkwassers nicht kurzfristig abgestellt wird. 

Leider wird in der modernen, industriell geprägten Landwirtschaft weltweit alles was den leichten und Ertrag steigernden Anbau der Feldfrüchte behindert mit größter Selbstverständlichkeit feindlich behandelt, bekämpft, beseitigt und vernichtet. Diese Mentalität bezeugt eine gesunkene Achtung vor den Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft und Mitgeschöpfen.   

Auch der massenhafte Einsatz von Medikamenten und Antibiotika in nicht artgerechten Massentierhaltungen sind global ein großes Problem. Bakteriestämme wurden immunisiert und multiresistente Keime kosten heute vielen Menschen das Leben, oder bedingen ein Leben in Siechtum. Von über 20000 Todesfällen pro Jahr spricht man allein in Deutschland. Viele Kliniken sind bakteriell verseucht, weil die Landwirtschaft in krimineller Manier selbst die gesetzlich zum Tabu erklärten Reserveantibiotika in der Massentierhaltung eingesetzt hat. 

Die Ernährung der in wenigen Jahrzehnten verdoppelten  Menschheit und globalisierte Märkte sollen die verheerenden Methoden moderner Landbewirtschaftung legitimieren. Man hat dabei den ethisch-moralischen Bezug zur ursprünglichen Natur und auch zum Haus- und Nutztier weitestgehend verloren. Das "Vieh" ist nur noch ein Produktionsorgan, nur seine Leistung auf kleinstmöglicher Fläche und durch hochwertigstes Mastfutter bringt ausreichend Ertrag. Die massenhafte Haltung lebender, manchmal fast bewegungsunfähiger, kurzlebiger, Hochleistungs-Fleisch- Eier- und Milchlieferzüchtungen muss man schon als abartig bezeichnen. Federvieh, dessen Brustfleischmassen keine natürliche Fortbewegung mehr ermöglichen, Mutterschweine in Miniliegeboxen, sofortige Entfernung frisch geborener Kälber von der Mutterkuh, Milchkühe mit Eutergebilden die Fortbewegung nur in Zeitlupe gestatten......furchtbar. Und der Anbau von Nahrungspflanzen zwecks Vergasung zur Energiegewinnung ebenso.

Selbstverständlich muss die Menschheit ernährt werden und dazu braucht es Nutztierbestände und es muss wohl auch ursprüngliche Natur für Agrarflächen geopfert werden weil immer mehr Fläche benötigt wird. Doch der Einsatz chemischer Hilfsstoffe muss  kurzfristig durch biologische oder ökologisch unbedenkliche Wirkstoffe ersetzt werden. Düngung darf mengenmäßig nur entsprechend der Aufnahmefähigkeit der Nutzpflanzen ausgebracht werden. Industrielle Fleisch-, Eier-, Milchproduktionsanlagen müssen zu Freilandbetrieben umgeformt werden um den Nutztieren ein artgerechteres und ethisch vertretbares Leben zu ermöglichen.   

Zweifellos ist die Landwirtschaft der wichtigste und unverzichtbarste Berufszweig überhaupt, aber die heutige Roundup-Mentalität und -Radikalität grenzt an Dämlichkeit. Statt im Einklang mit der Natur zu wirtschaften wird weltweit Raubbau betrieben und der Ast abgesägt auf dem die Menschheit sitzt. Ein Zurück-zur-Natur ist unumgänglich. Gerade die Landwirtschaft sollte ökologische Gesetzmäßigkeiten einhalten. Die Unterbrechung natürlich-notwendiger Kreisläufe schädigt die Umwelt und letztendlich die Menschen. 

 

Durch seine kleinräumige Geografie bedingt konnten sich im Werra-Meißner-Kreis, insbesondere an vielen Hang- und Steillagen der Berge und Hügel, noch kleinbäuerliche Strukturen um viele Dörfern herum bis heute erhalten. Noch wird Landwirtschaft vielfach schonend im Nebenerwerb betrieben. Noch sind nicht alle Felder wo es möglich wäre zu Großflächen zusammengelegt. Noch werden vielerlei Nutzpflanzen angebaut. Noch gibt es auch zwischen den intensiv genutzten Flächen der Auen Strukturen und Trittsteinbiotope wie Feldraine, Gräben, Hecken, Feldgehölze, Brachen, Ödland, Feuchtstrukturen, usw. für den genetischen Austausch der Arten. Vielfach sieht man Rinderherden in sogenannter Mutterkuh- und Weidehaltung, die dem Leben ursprünglicher Rinderrassen nahe kommt.

Zwar ist auch unsere Landwirtschaft überwiegend konventionell geprägt, es wird gegüllt und gesprüht, aber längst nicht überall. Viele Landwirte handeln verantwortungsbewusst und haben sich die Freude an artenreichen Wiesen erhalten. Düngebeschränkungen und einschürige späte Mahden gibt es zudem  auf vielen  mit öffentlichen Mitteln geförderden Flächen, ebenso Ackerbrachen und eingesäte Blühflächen. 

Zum Glück ist aufgrund der Topografie des Kreises industriell geprägte  Massentierhaltung nur sehr beschränkt möglich und Grund- und Trinkwasser sind weitestgehend noch sauber.

 

Global betrachtet ist die Natur jedoch der große Verlierer der Neuzeit.

Meere werden überbefischt und als Müllkippen missbraucht, Regenwälder werden abgefackelt um  Weide- und Anbauflächen für Soja- und Palmöl für den überhöhten und krank machenden Fleisch- und Milchprodukteverbrauch der Industrienationen zu betreiben.

Pole und Gletscher schmelzen dahin, weil wir in wenigen Jahrzehnten Kohlenstoffe freisetzen die von der Natur in vielen Millionen Jahren unterirdisch neutralisiert wurden. Erst durch diese wunderbare Reinigung der Erdatmosphäre konnte sich höheres Leben auf dem Planeten überhaupt entwickeln. Durch die heute aus  Gewinnsucht und Sturheit weiterhin betriebene Verbrennung fossiler Energieträger versetzen wir die Natur in Zeitalter zurück als hoher Vulkanismus und Meteoriteneinschläge die Atmosphäre vergifteten  und   lebensfeindliche Zustände herrschten. Mehrmals im Laufe der Erdgeschichte kam es zu Massenaussterben, die fast sämtliches bis dahin entwickeltes Leben ausgelöschten. Heute breiten sich als deutliche Anzeichen  des erdgeschichtlich sechsten Massenaussterbens aufgrund der humanitär verursachten Klimaveränderung wieder die Wüsten aus und Meeresspiegel steigen, Korallenriffe veröden, Gletscher schmelzen weltweit ab, Naturkatastrophen häufen sich, Stürme werden heftiger und Überschwemmungen nehmen global zu. Das Weltklima unterliegt unübersehbar bereits starken Veränderungen.  Führende Wissenschaftler aller Nationen warnen seit Jahrzehnten vor den unüberschaubaren Folgen weiterer Erdaufheizung durch zu hohe Freisetzung klimaschädigender Abgase. Wenn zusätzlich zu der bereits vorhandenen Schadgasbelastung aus der Verbrennung fossiler Energieträger und aus der Massentierhaltung die Permafrostböden der Polarregionen auftauen, werden derart viele Kohlenstoffgase freigesetzt dass die Gefahr der Auslöschung sämtlichen Lebens auf unserem Planeten in naher Zukunft nicht auszuschließen ist. Verursacher der drohenden Katastrophe ist das naturwidrige Verhalten der Menschheit, obwohl alle technischen Voraussetzungen vorhanden wären um im Einklang mit der Umwelt zu leben.

Die benötigte Energie könnte weltweit längst aus Sonne, Wind und Wasser umweltgerecht erzeugt werden. Würden mehr pflanzliche Nahrungsmittel direkt gegessen statt über die Verdauung durch Tiermägen in Fleisch, Milch und Treibhausgase umgeformt zu werden, wären viel mehr Anbauflächen für die gesündere Ernährung der Menschen mit viel Obst und Gemüse verfügbar und man müsste nicht die letzten Urwälder roden und den Klimawandel befeuern.  

Umwelt-, Arten- und Klimaschutz ist zwar global in aller Munde und als dringend notwendig erkannt, aber meist nur guter Wille und letztendlich eine vorgegaukelte Phrase. Die weitere Erd-, Meeres- und Atmosphärenvermüllung ist wohl unbeherrschbar. Die Einsicht der Menschen unterliegt dem persönlichen Egoismus.  Flug- und Schiffsreisen boomen, die Autos können nicht dick und stark genug sein, auch um damit zu protzen. Der Egoismus der Menschen übersteigt noch die dumme Missachtung hinsichtlich längst erkannter Umweltbedingungen. Klimaerwärmung, die drohende Klimakatastrophe werden immer noch verleugnet, obwohl die Wissenschaft seit Jahrzehnten eindeutige Beweise vorlegt. Selbst die überall sichtbaren Zeichen vor unserer Haustür werden ignoriert, verharmlost und negiert, um bequem so weiter zu leben wie bisher. Ein Verantwortungsbewusstsein für kommende Generationen ist weltweit unterentwickelt, weil Geld in allen Lebensbereichen die erste Geige spielt. 

Der weltweite Niedergang ist wohl nicht mehr zu stoppen. Die Natur wird der Ernährung und dem Wohlstand und Egoismus der Menschheit weitestgehend geopfert. Letzte ursprüngliche Naturrelikte werden zunehmend in viel zu kleine Reservate zurückgedrängt. 

 

Naturvernichtungen  sind in Deutschland durch politische Vorgaben, quasi von oben herab, per Gesetz angeordnet und in der Regel unabwendbar. Laienhafte Berufspolitiker, oft genug ohne spezielle Vorkenntnisse oder fachliche Kompetenz und Qualifikation, regelmäßig beraten von skrupellosen Eliten und cleveren Lobbyisten, beeinflusst durch enorme Parteispenden der Superreichen und wirtschaftlichen Interessenverbände, sitzen in den Regierungen Europas, des Bundes und der Länder. Wachstum und Wirtschaftsaufschwung ist erstrangiges Ziel der hochrangigen Ökonomen.

Im Sinne der Ökologie, also der Beachtung der Naturgesetz, regieren uns leider überwiegend ausgesprochene Schwachmaten. 

Ein im Verhältnis zur Normalbevölkerung  bevorzugter und durch Amtseid und "Besitzstand wahrenden Wohlstand" gefügig gemachter Beamtenapparat setzt dann durch was die Politik anordnet. 

Ehrenamtliche "Naturschützer" haben in der Praxis wenig Einfluss drohendes Unheil abzuwenden. Mit großem Einsatz gelingen kleinere Verbesserungen an Eingriffen, oft genug nur über Gerichtsurteile. Mit der Bereitstellung einiger "Spielwiesen" für die "Ökospinner" (beispielweise Ausweisung von Naturschutzgebieten) und kleineren Zugeständnissen (etwa Naturdenkmale, Amphibientunnel, oder Grünbrücken), aber auch mit einer unüberschaubaren Verordnungs- und Gesetzesflut beruhigt und überfordert man man den ehrenamtlichen Naturschutz.  Selbst wissenschaftlich begründete Expertisen und Fachgutachten werden mit verharmlosenden Gegengutachten unterminiert. Naturschutz findet hauptsächlich in Reservaten statt. Erst in letzter Zeit begreift man zunehmend die Dringlichkeit des Umweltschutzes auf gesamter Fläche und in allen Bereichen. 

Was für die Politik zählt ist Wachstum, Wachstum gleich Fortschritt, Wohlstand und vor allem Wiederwahl. Und das Volk ist durch den Arbeits- und Freizeitstress unserer zermürbenden Leistungsgesellschaft zu sehr überlastet und abgelenkt um den schleichenden Verfall der Umwelt zu registrieren und ernst zu nehmen. Bei den Römern schon verstand man es das Volk mit "Brot und Spielen" einzulullen. Heute wirken neben vielfältiger allgemeiner Reizüberflutung des Internetzeitalters auch relativ freizügiger Alkohol- und Drogenkonsum, sehr großzügig gestattete freie Meinungsäußerung, Porn-free, Urlaubsreisewahn, Fußball- und Starkult, und viele weitere Großzügigkeiten. Zudem sind seit der Einführung des Privatfernsehens weite Teile der Gesellschaft unübersehbar verdummt und verroht . 

   

Um auf die Hauptprobleme des Werra-Meißner-Kreises zurückzukommen:

Die nun im Bau befindliche Autobahn von Kassel nach Eisenach verläuft - unwiderruflich per Gesetz (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 15) bestimmt - größtenteils parallel zu bereits vorhandenen Bundesstraßen (B7, B27, B400). Zugegebenermaßen ist der Neubau der Trasse  eine außergewöhnlich anspruchsvolle Ingenieurleistung und setzt großartige Baukunst der ausführenden Firmen voraus. 13 Tunnel und 15 Talbrücken wurden planerisch für notwendig erachtet. Bei einer Länge von gut 64 Kilometern beträgt der Betonanteil der Strecke für Tunnel, Brücken und Böschungsbefestigungen mehr als 20 Kilometer! Die Baukosten wurden ursprünglich mit 1,2 Milliarden Euro beziffert, gegenwärtig mit 2,4, bis zur Fertigstellung in etlichen Jahren werden wohl dreitausend Millionen Euro in die Landschaft geklotzt sein und das Prestige- und Machtobjekt "Teuerste Autobahn der Welt" irgendwann vollständig realisiert. Bisher sind weniger als ein Drittel der Strecke befahrbar obwohl schon 12 Jahre gebaut wird.

Als Ausgleich für den gewaltigen Eingriff in die Natur, die Entwertung, Belastung und Beseitigung vorhandener gewachsener Lebensräume, werden  gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen in erheblichem Umfang selbstverständlich durchgeführt. 

Aber: Ein mehrstreifiger, autobahnähnlicher Ausbau der vorhandenen Bundesstraßen, selbstverständlich mit erforderlichen Ortsumgehungen, Unterfahrungen oder Einhausungen, wurde seinerzeit von den in der Planungsphase eingebundenen Naturschutzverbänden alternativ gefordert. Dieses Konzept wurde aber politisch als "undurchführbar" strikt abgelehnt und vom Tisch gewischt. Ein solcher, verkehrsgerechter Ausbau wäre schon längst seit vielen Jahren fertig, hätte ein Viertel gekostet und die Umwelt auf den alten, bereits vorbelasteten Taltrassen erheblich weniger beschädigt. Der Flächenverbrauch an Böden und Wäldern hätte nicht einmal ein Zehntel dessen betragen was der Neubau entlang der Berghänge oberhalb der  vorhandenen Bundesstraßen  nun vernichtet.

Die nun nebeneinander verlaufende Doppelpiste aus Autobahn und Bundesstraßen wird für unzählige Arten zum unüberwindbaren Hindernis, genetischer Austausch zwischen Nord-und Südkreis kann praktisch nicht mehr stattfinden.  Die eine oder andere Grünbrücke über die neue Autobahn hat diesbezüglich allenfalls Alibifunktion. Überhaupt können künstlich erzeugte Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen nur ansatzweise und in wenigen Ausnahmefällen einen realen Ausgleich der Verluste erzeugen. Jeder Kubikmeter abgebaggertes und anderorts wieder eingestampftes Erdreich vernichtet unwiederbringlich unzählige ökologisch unverzichtbarer Lebensgemeinschaften im Sinne der permanenten Reinigung der Umwelt. Zudem werden Maßnahmen zur Erhaltung vorhandener Lebensräume und-gemeinschaften im Vorfeld völlig unzureichend erforscht und später vielfach auch zur falschen Zeit und ohne die erforderliche Behutsamkeit mit schwerem Gerät ausgeführt.  

Aber was unsere obersten Ignoranten und Vollpfosten beschließen, muss mit deutschem Kadavergehorsam umgesetzt werden. Der Beamtenapparat war einmal mehr nicht zu stoppen, selbst wenn der Befehl von so zwielichtigen Gestalten wie Schwarzkassen-Kohl und Dschungelcamp-Krause kam. Blühende Landschaften, der Aufbau Ost........Dabei hat man mit der einseitigen Subventionierung der Ostländer einen wirtschaftlichen Aufschwung der grenznahen Region Werra-Meißner - allerdings zum Glück für die Natur - bisher verhindert, denn welches Unternehmen ist so bescheuert sich hier anzusiedeln, wenn es wenige Kilometer weiter im Osten hohe Investitionszulagen und viele weitere Vergünstigungen aus dem Solidarpakt erhält?

Die Autobahn - sollte sie denn irgendwann fertig werden - wird wohl auch nur selten durchgängig zu befahren sein. Die sich ständig wiederholenden Wartungs-, Überprüfungs-, und Ausbesserungsarbeiten an den vielen Tunnel- und Brückenbauwerken werden permanente Umleitungen über die alten Bundesstraßen erforderlich machen, (von Unfällen ganz zu schweigen). Deshalb werden die auch nicht, wie einst versprochen, stark zurückgebaut werden können. Und das alles für eine Strecke, deren niedriges Verkehrsaufkommen eine Autobahn überhaupt nicht rechtfertigt.

Einige der härtesten Befürworter der Irrsinnspiste beginnen erst nun, nachdem sie den enormen Landschaftsverbrauch, die gewaltigen Bauwerke, die ungeheurlichen Erdbewegungen, die Waldrodungen und kilometerlangen Böschungstabilisierungen und Befestigungsbauwerke sehen, nachzudenken.  Dem einzigen Zukunftsaspekt dieser Region, einem sanften Tourismus, hat man einen Bärendienst erwiesen. Sowohl mit der wohl drei Milliarden Euro teuren Mega-A44 Kassel-Eisenach,  als auch mit den Windkraftanlagen, die nun wie Pilze aus dem Boden schießen und das Landschaftsbild unserer Mittelgebirgsregion hemmungslos verschandeln. Noch sind es wenige an den süd- bis westlichen Kreisgrenzen, aber viele sind in Planung und können wiederum aufgrund spezieller Gesetzgebung kaum verhindert werden. In einigen Jahren bestimmen nicht bewaldetet Berge und Hügel unser Landschaftsbild, sondern die blinkenden Türme und Rotorflügel der Energiegiganten und viele weitere bedeutende Arten werden verschwunden sein.  

Windkraftanlagen sollen die notwendige Energiewende vorantreiben, weg von fossilen Brennstoffen und Atomkraft. Sie können effektiv und relativ umweltfreundlich grüne Energie liefern.  Im Prinzip ist der Betrieb von Windparks also völlig richtig, wird aber leider peinlich dumm umgesetzt. Um die politisch vorgegebenen Ziele zu beschleunigen werden die Anlagen mit riesigen Summen subventioniert. So kann sich Jedermann glücklich schätzen, auf dessen Grund und Boden Windstromanlagen zu stehen kommen. Bei Summen bis Hunderttausend Euro Jahresmieteinnahme oder Ertragsbeteiligung pro Windrad und Renditen um 10% kann man den Run verstehen. Nichts gegen Windparks generell, Windkraft ist effektiv, ökologisch sinnvoll und eine echte  Alternative zu Atomkraft. In eintönigen und bereits ausgeräumten (Agrar-)Landschaften kann man sie vielleicht sogar als optische Bereicherung betrachten und dort gehören sie auch hin wenn man sie als alternativlos betrachtet. Auf den Bergen der Mittelgebirge haben sie absolut nichts zu suchen, schon gar nicht in bisher so unberührten Landschaften wie der unseren und besonders auch nicht in Wäldern, in historischen Zugvogelkorridoren,  in Schwerpunktbrutgebieten europäischer Bedeutung, und anerkannten Hotspots der Biodiversität im Werra-Meißner-Kreis. 

Schwarzstörche, Rote Milane, Uhus, Wanderfalken, Wespenbussarde, seltenste Fledertierarten und Fluginsekten leben bekanntermaßen fast flächendeckend kreisweit, das haben gerade die umfangreichen biologisch-ökologischen Untersuchungen zum Bau der Autobahn bewiesen. Diese Tiere und viele andere können nicht einfach ihre angestammten Lebensräume  auf die verbleibenden ungestörten Gebiete in der Nähe menschlicher Siedlungen verlagern. Nichts desto Trotz werden die  gesetzlich vorgeschriebenen 2% der Landesfläche als "Vorranggebiete Windkraft" quasi nach Prinzip Gießkanne ausgewiesen. Abgesehen von dem widernatürlichen und permanenten Intervalllärm der Rotoren im Betrieb, wirkt der mit dem Sonnenstand weit wandernde und schnell wechselnde Schattenwurf der Rotorflügel auf die gesamte Fauna Stress fördernd, irritierend, und verscheuchend. In großen Gebieten werden viele Tiere eingehen, oder diese Räume jedenfalls meiden. Und obwohl man weiß, dass bereits massenhaft durch Rotorschlag getötete Tiere amtlich registriert wurden, erfolgt nicht die Spur eines Umdenkens in Berlin. Obwohl Deutschland, insbesondere unsere Region, eine besondere Verantwortung für den Erhalt von Rotmilan, Schwarzstorch, Wespenbussard, Uhu und vielen Fledermaus- und Insektenarten auferlegt ist, werden die bei der Staatlichen Vogelschutzwarte derzeit registrierten Todfunde der fast 500  von Rotorflügeln erschlagener Rotmilane, 158 Seeadler, 67 Weißstörche, 18 Uhus und unzähliger Fledertiere ignoriert. Dabei liegt die Zahl der von Windkraftanlagen erschlagener Tiere um ein Vielfaches höher, da nur ein kleiner Bruchteil im Umfeld der Anlagen mehr oder weniger zufällig gefunden und gemeldet wird. Fachleute weisen darauf hin, dass die Zahl der durch Windkraftanlagen getöteter Rotmilane die Regenerationsrate der Art bereits übersteigt, was letztendlich die systematische Ausrottung der Art bedeutet.

Flugtiere können die neue Gefahr durch die Rotorflügel nicht erkennen und bewegen sich scheinbar völlig unbedarft in den Gefahrenbereichen. Die Evolution konnte ihnen die Gefahr sich schnell drehender Rotorflügel nicht lehren, weil es diese Gefahrenquelle nicht gab. So wie Vögel und Insekten gegen Scheiben fliegen, fliegen sie leider auch zwischen die Windmühlen, insbesondere bei Wolkendunst, Nebel oder Dunkelheit.

Irgendeine Reaktion aus dem Umweltministerium? Fehlanzeige! Die Energiewende und wirtschaftliche Aspekte haben wohl Priorität.   

Wer sich neben den  höchstamtlich in Kauf genommenen Massentötungen der Flugtiere zudem die vielen neuen Schwertransport-Zufahrtsstraßen, die Waldrodungen, Erd- und Stahlbetonarbeiten für die gewaltigen Fundamente mal näher betrachtet, denkt vielleicht um. Nur wer sich mal einige Stunden im Umfeld der Windräder aufhält wird begreifen wovon ich rede. Ich empfehle jedem Wanderverein einmal bei sonnigem und windigen Wetter eine Tour durch und um einen Windpark herum, ein sicher unvergessliches Erlebnis! 

Wenn dann die Türme in zwanzig oder maximal dreißig Jahren wegen Materialermüdung zusammenbrechen und die Flügel herabstürzen werden die Betreiber der Anlagen zwar gewaltige Vermögenszuwächse eingestrichen haben, aber die Rückbau- und Entsorgungskosten  wieder mit Tricksereien und Hilfe der Politik - wie bei der Atom- und Kohleenergie erlebt -  der Allgemeinheit aufbürden.  Die zahlt über die EEG-Umlage gegenwärtig schon 6,4 Cent pro verbrauchtem KW zusätzlich. So werden, wie üblich in diesem Lande, Gewinne privatisiert und Verluste schamlos dem Steuerzahler angelastet und die Kluft zwischen Arm und Reich weiter ausgebaut.    

Eine echte Alternative zur Windkraft, Wasserkraft, die im Gegensatz zu Solar-oder Windenergie beständiger nutzbar wäre, wird hingegen völlig vernachlässigt, bzw. ebenfalls naturschädigend genutzt. Schaden und Nutzen stehen in keinem akzeptablen Verhältnis. Anstatt vieler kleiner transportabler Anlagen, die in kurzen Abständen entlang der Bach-und Flussläufe Strom erzeugen könnten, hat man Flussläufe durch hohe Betonbarrieren komplett abgeriegelt, wandernden Wasserarten den Weg versperrt und zusätzlich Stromturbinen als hocheffektive Fischhäckselanlagen eingebaut. Die Energie die dort produziert wird verkauft man uns auch noch als Ökostrom, welch eine weitere Volksverdummung. Dabei könnten viele mobile Kleinanlagen mit einfachen Wasserrädern und Generatoren unsere meist begradigten und entnaturierten Wasserläufe in vielfacher Hinsicht ökologisch aufwerten, Sauerstoff und Struktur in begradigte und belastete Wasserläufe bringen. In Großserien hergestellt würden effektive Volks-Wasserräder zum Preis eines PKW erschwinglich sein und auch für Normalverdiener eine Nebenerwerbsquelle erschließen. Zu dem Preis der Stromautobahn "Südlink" von Nord- nach Süddeutschland könnte man unzählige alternative Kleinanlagen erforschen, herstellen und realisieren. (Man kann die Südlink-Baukosten bisher nur schätzen und rechnet zwischen 10 bis 50 Milliarden Euro von Nord nach Süd durch die Republik.)

Mit etwas Fantasie, Förderung und Innovation ließe sich genügend  Energie zum Beispiel auch mit Speicher- und Wasserstofftechnologien regional herstellen. Mit dem Zuviel an Strom im Norden könnte man grünen Wasserstoff produzieren und endlich umweltgerechte und leistungsfähige Motore betreiben. Die Wasserstofftechnik ist seit 100 Jahren bekannt, wurde aber nicht entscheidend weiterentwickelt, weil sich mit Öl und Kohle leichter Gewinn und Steuer generieren ließen. Bei einem Förderpreis von unter drei Dollar pro Barrel Rohöl und einem Verkaufspreis von derzeit rund 60 Dollar muss man keine Intelligenzbestie sein um zu erkennen warum eine ökologische Umstrukturierung so schwierig ist. Es ist leicht verdienter Mammon und der hat viele Staaten und Ölbarone auf Kosten der Umwelt sehr reich gemacht. Die weltweit agierende Ölmafia hat keinerlei Interesse daran etwas zu ändern, solange die Ölförderung Gewinn abwirft.

Mit der Weiterentwicklung und Anwendung der Wasserstofftechnologie könnten in Deutschland unzählige Arbeitsplätze außerhalb der überlasteten Ballungsgebiete in strukturschwachen ländlichen Regionen neu geschaffen werden. Die derzeit einseitige Bevorzugung der neuerdings probagierten Elektromobilität vernichtet hingegen Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie, weil Elektromotore viel einfacher gebaut sind als Otto- oder Dieselaggregate.

Die Herstellung vielfältiger neuer und umweltgerechter Brennstoffzellen-Technologien könnte einen Ausgleich schaffen und Deutschland zur führenden Umwelt-Industrienation weltweit wachsen lassen. Stattdessen fordert eine mit allerlei interfraktionellen Querelen beschäftigte, fachlich inkompetente und mit Einfallslosigkeit geschlagene Politik ein weiteres naturunverträgliches Monsterbauvorhaben wie den Südlink. 

Stromautobahnen durch die ganze Republik wären jedenfalls mit intelligenter Politik und mit deutschem Erfindergeist  absolut überflüssig! 

Zudem: Die reichsten Bundesländer Bayern und Baden-Württemberger, die den Nordstrom so dringend benötigen, können doch sonst alles (außer Hochdeutsch), warum erzeugen sie den Strom für ihre brummende Wirtschaft nicht selbst? Warum drehen sich ausgerechnet dort die wenigsten Windräder aller Bundesländer? Sie wollen ihre Natur nicht weiter belasten und ihre Landschaften  möglichst unberührt erhalten! Clever - statt Windräder auf die Schwäbische Alb lieber in die nordhessischen Mittelgebirge? Der heilige Sankt Florian lässt grüßen.

Zum Vergleich die installierte Stromerzeugung aus Windkraft 2018: Niedersachsen 11200 Megawatt, Hessen 2200, das  mehr als doppelt so großflächige Bayern nur 2500 und das grüne Hochtechnologieland Baden Württemberg sage und schreibe nur 1500 Megawatt. So geht das nicht Herren Seehofer, Söder und Kretschmann!

   

Auch die Forstbehörden und Waldbesitzer sind durch politische Vorgaben und Weltmärkte geknebelt und neuerdings durch Umweltkatastrophen auch völlig überlastet. Auf der einen Seite verringert sich der Anteil von Nutzwäldern durch die Ausweisung von Bannwäldern und einer Fülle von Nutzungsbeschränkungen in vielfältigen Waldtypen, auf der anderen Seite muss zum Jahresende die Bilanz durch Holzverkauf stimmen. Wenn gleichzeitig riesige Waldflächen Stürmen, Dürren und Borkenkäferplagen zum Opfer fallen, wie soll das funktionieren? Die Folgeerscheinungen der Klimaerwärmung wie Stürme, Dürren und Borkenkäferplagen raffen die Fichten dahin. Die Holzpreise fallen ins Bodenlose. Als "Brotbaum" selbst im Tiefland in der Vergangenheit überall nicht standortgerecht angepflanzt, räumt die Natur nun ab was eigentlich nur auf Höhen über 800 Metern oder in nordischen Ländern wachsen würde. Holzvollernter müssen  Axt und Säge im Wald ersetzen, schwere Rückemaschinen  den Waldboden durchwühlen. Waldfrevel wäre mancherorts die richtige Bezeichnung für die derzeitige Waldbearbeitung in vielen Forsten, aber unter den derzeitigen Vorzeichen wohl unvermeidbar.

Politisch hat der Baum(stamm) nur noch einen materiellen Wert, der deutsche Wald wurde  respektlos entehrt und zur reinen Nutzfläche degradiert. Die enorme Funktion der Wälder als "Grüne Lunge", Klima- und Wasserregulator und Heimat unzähliger Arten, trat in den Hintergrund.

Die Folgeerscheinungen des nicht mehr zu leugnenden Klimawandels fordern die  Forstleute nun bis zur Grenze der Belastbarkeit. Da kann es dann auch schon mal zu Kollateralschäden an denn Standorten gesetzlich geschützter Arten und Flächen kommen.    

Gleichwohl wird im Zuständigkeitsbereich der Forstbehörden im Werra-Meißner-Kreis sehr viel für Natur-, Biotop- und Artenschutz getan. Auch auf Empfehlungen der ehrenamtlichen Fachleute wird zurückgegriffen und fruchtbar zusammen gearbeitet. Die intensiven Bemühungen des forstamtlichen Naturschutzes sind durchaus hervorzuheben und anzuerkennen. Es wird in vielen Revieren viel mehr getan als Dienst nach Vorschrift!

Sehr vorteilhaft für die Biodiversität unserer Region gestaltet sich auch vielerorts die Auflichtung der Wälder unter der Regie der Förster. Die selektive Brennholzgewinnung in Plenterwirtschaft schafft lichtdurchflutete Wälder und erzeugt hohen Artenreichtum in Flora und Fauna. Auch die vielen Windwurfflächen der letzten Jahre sind  übergangsweise hochartenreiche Trittsteinbiotope. Eventuell werden sich mittelfristig sogar die kritisierten Harvesterschneisen als positiv herausstellen, denn die neu geschafften Lichtgürtel werden viele bisher vegetationslose  Waldböden zum Ergrünen bringen.

Den Erfolg der zunehmenden Ausweisung weiterer Waldlandschaften als zukünftige Urwälder (Bannwälder) auf die Biodiversität werden wohl erst unsere Nachgenerationen erkennen. Ob allerdings Orchis pallens in Urwäldern überlebt ist mehr als fraglich, da sie auf offene Niederwaldstrukturen oder sehr lichte Waldformen angewiesen ist.   

 

Auch die Arbeit der regionalen Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden, die den Spagat zwischen Naturschutz und zeitgeistgeprägter Intensivlandnutzung  bewältigen müssen, ist zu loben. Die Bemühungen zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität werden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bestmöglich und mit hohem  Sachverstand umgesetzt.

Durch unzählige Verordnungen, ausufernde Bürokratie, Weltmärkte,  Subventionsdschungel , Preisverfall und  Konkurrenzdruck steht auch unsere Landwirtschaft unter Erfolgszwang. Wachsen oder Weichen heißt immer noch die Devise. Kleine Höfe mit kleinparzelligen Nutzungsformen, denen wir unsere Biotopvielfalt durch jahrhundertelange verträgliche Flächennutzungen zu verdanken haben, werden immer weniger. Die Großbetriebe die nun das Höchstmögliche aus den zusammengelegten Flächen herausholen (müssen) stehen wegen EU-gewollter Überproduktion und dem Preisdiktat der Lebensmittelkonzerne trotzdem vielfach mit einem Bein im Ruin. Dabei wird soviel EU-geförderte Billignahrung auf den Weltmarkt geschleudert dass die Bauern ärmerer Nationen ihre Produkte nicht gewinnbringend vermarkten können. Im Teufeskreis des "Immer-schneller-immer-mehr" sind dann Rasenwege, Feldraine, Böschungen, Hecken, Gräben, Feuchtstellen, usw., unliebsame Hindernisse die den Betriebsablauf stören, jeder Quadratmeter zählt. Der Wegrand, die Böschung, der Graben, die Uferzone, bekommen im Stress schon mal eine Dosis Pestizid ab.

Bundesweit ist die Kernaufgabe der Landwirtschaft - die gesunde, schadstoffreie Ernährung der Menschen  - durch hohen Pestizideinsatz, Antibiotika-abhängige Massentierhaltung, (Gülle)überdüngung, Eutrophierung der Oberflächengewässer und Grundwasserbeeinträchtigung, aber auch durch Monokulturen zur Energiegewinnung in Biogasanlagen, in Frage zu stellen. Aufkeimender Tourismus wird regional mit "Landluft"-Güllegestank während der gesamten Vegetationsperiode beeinträchtigt.

Der Einsatz unzähliger chemischer Giftstoffe und Medikamente zur Leistungssteigerung der Flächen und Tierbestände sind nach meinem Verständnis unvereinbar mit verantwortungsbewusstem  Umgang mit der Umwelt, müssen aber gegenwärtig noch als "alternativlos" hingenommen werden.

Unkontorllierbarer und unsachgemäß verwendeter Antibiotikaeinsatz in Massentierhaltungen hat viele für den Menschen entwickelte Medikamente unbrauchbar gemacht, weil Krankheitskeime resistent wurden. Multiresistente Keime sind in Deutschland zu einem Riesenproblem geworden und kosten wie oben schon erwähnt etwa 20000 Menschen jährlich durch unbeherrschbare Infektionen in Krankenhäusern das Leben. 

Dabei ist eine ökologisch verträgliche Landbewirtschaftung mit etwas mehr Aufwand heute durchaus möglich. Würde die Landwirtschaft europaweit weniger produzieren, würden die Preise auf ein auskömmliches Niveau steigen. Verknappung bringt Gewinn, Überproduktion das Gegenteil. In Deutschland ist die Einkommenssituation der Bevölkerung eigentlich hoch genug um für Lebensmittel anständige Preise zu bezahlen. Für jedmöglichen Wohlstandsmüll, für umweltschädlichste Flug- und Schiffsreisen, den Protzkarren, teure Hobbys und Elektronik, usw. wird Geld gern ausgegeben. Und gesundes Essen darf nichts kosten?

Im WIerra-Meißner-Kreis ist industrielle Intensivlandnutzung und Massentierhaltung wie bereits erwähnt aufgrund der kleinräumigen und vielfältig strukturierten Mittelgebirgs-Begebenheiten zum Vorteil der Biodiversität nur sehr beschränkt möglich. Zwar werden die Talauen konventionell intensiv bearbeitet und es gibt sicher auch hier und da zu viele Milchkühe, aber in vielen höher gelegenen Dörfern wird auch noch verträglichere Landwirtschaft im Nebenerwerb betrieben. Viele Flächen sind zu klein oder zu steil für Intensivnutzung. Man findet viele Brachen und auch ungenutzte Nischen (Ödland) mit Wildwuchs, also kleinparzellige Natur pur.  Hier und da kann man in Randbereichen von Getreideäckern sogar noch landesweit seltenste Ackerbegleitflora entdecken.

Die vielfältigen Fördermöglichkeiten für Extensivierungen werden zunehmend in Anspruch genommen. Immer mehr Betriebe stellen nach und nach auch auf Bioerzeugung und Hofverkauf um, das ist wohl der richtige Weg wenn wir bereit sind gesunde und mit möglichst wenigen Schadstoffen belastete Nahrungsmittel auch entsprechend zu honorieren. Und in den letzten Jahren werden zunehmend viele Ackerländer oder Randstreifen als Blühflächen eingesät damit es Insekten und Vögeln wieder besser geht. Das hilft zwar kaum seltenen und hochbedrohten  Spezialisten-Arten, sieht aber schön aus und die Ubiquisten unter den Insekten können ihre Biomasse sicherlich wieder steigern, was wiederum der Vogelfauna zu Gute kommt. Die verwendeten Samenmischungen bringen zwar schön anzusehende Blühaspekte und sind eine effektive Bereicherung der Agrarlandschaft, haben aber mit der ursprünglichen, vielfach bereits ausgerotteten Ackerbegleitflora wenig gemein. Überwiegend Mischungen aus gärtnerischen Nachzüchtungen werden ausgesät, Arten ehemals typischer Ackerflora sind leider kaum enthalten, das müsste dringlich  noch verbessert werden.  

Die Werraversalzung berührt zwar den Hauptthemenbereich Orchideen und Tagfalter nur am Rande, da die landwirtschaftliche Intensivnutzung der Auen und die Bebauung schon lange keine nennenswerten Vorkommen empfindlicher Arten mehr zulässt. Sie ist jedoch das bekannteste Umweltproblem im Kreis. Der Tourismus wird eindeutig negativ beeinflusst weil der Fluss als einer der schmutzigsten Deutschlands gilt und auch das gesamte Grundwasserregime der Werraaue negativ beeinflusst. Die schlechte Wasserqualität des Flusses wird  auch für die wiederkehrenden Badeverbote des touristisch erschlossenen Werratalsees aufgrund hoher Blaualgenblüten mitverantwortlich gemacht. Zu viele Nährstoffe (überwiegend Phosphat- und Stickstoffverbindungen) verursachen durch Einsickerung und Einschwämmung die Misere.  Auf den Fischbestand von Fluss und See hat der hohe Nährstoff- und Salzgehalt wohl grundsätzlich keine hohen Negativeffekte, der gilt in beiden Gewässern als ausgezeichnet. Nicht umsonst gelten die nährstoffreichen Brackwasser der Bodden oder holländischer Gewässer als außerordentlich fisch- und artenreich und somit zu den besten Angelrevieren Europas. Die Werra ist wohl auch das einzige Gewässer im Kreis, das einen artenreichen, sich selbst erhaltenden und vermehrenden Fischbestand aufweist und durchaus ohne künstlichen Besatz auskommen würde. Als gelegentlicher Angelgast kann ich einen gewässertypischen und artenreichen Fischbestand auch bestätigen. Allerdings nimmt man am Fluss öfters deutlichen Waschmittel- und Fäulnisgeruch wahr, was auf unzureichende Kläranlagenleistungen oder auch illegale Einleitungen  hindeutet. Die Uferbereiche im Umfeld vieler Kleingartenanlagen entlang des Flusses werden zudem überall zur Ablagerung verrottender Gartenabfälle und auch für Müll missbraucht. Bei Regen oder Hochwasser gelangt so unnötigerweise zusätzlicher Nährstoff und Unrat ins Wasser. Warum ist aber nun ausgerechnet der für den Tourismus so bedeutende und vorbereitete Werratalsee immer wieder in der fortgeschrittenen Badesaison kurz vor dem Umkippen? Als erster Schritt muss der Fluss sauberer werden, weil sein Wasser in den direkt angrenzenden See einsickert. Dazu müssten zuerst sämtliche Kläranlagen von der Quelle bis zur Mündung  optimiert und auch die Nebenflüsse genauer überprüft werden. Die Überdüngung der landwirtschaftlich genutzten Flächen müsste ebenso ausgeschlossen sein wie der Eintrag von Pestiziden. Entlang des Flusses sind aber Dutzende ähnlicher Kiesgruben ausgebaggert worden und nur der Badesee wird blau und stinkig. Und es nicht der einzige Badesee in Deutschland mit diesem Problem. Auch der Badesee Meinhard war schon betroffen. Der Kasseler Buga-Badesee gespeist vom Fuldawasser reagiert oft genauso.  Im Internet wird man vielerorts bei Badeseen mit Blaualgenproblemen konfrontiert. Kann es da nicht sein das die Badegäste selbst das Zünglein an der Waage sind und mit ihrem Schmutzeintrag die Algenblüte initiieren und fördern? Niemand wagt darüber zu sprechen, aber wo gelangt der Urin von tausenden Badegästen rund um den See herum hin wenn im Sommer auch Bier und Schweiß in Strömen fließen und nur an zwei Stellen Toiletten und Duschen vorgehalten werden? Was würde passieren wenn jemand etliche Kubikmeter Gülle in den See kippen würde? Der Fäkalieneintrag einiger Tausend unsauberer Badegäste über mehrere Wochen dürfte die genannte Menge weit übersteigen. Es soll mir niemand erzählen alle rund um den See badenden und feiernden Menschen würden die zwei Toiletten oder Duschen aufsuchen.  Auch darüber sollte man mal nachdenken und diskutieren. 

Über die Wildschweinplage berichte ich etwas ausführlicher auf der Seite "Orchideen 1" bei der Orchideenart Orchis pallens, welche durch zu viele Sauen in den Wäldern des Landkreises hochgradig gefährdet wird.

Ein weiteres, bisher noch völlig unterschätztes Problem für die Artenvielfalt, stellen die sich überall ausbreitenden Waschbären  dar. Nicht nur im Werra-Meißner Kreis dezimieren diese dämlicherweise am Edersee ausgewilderten nordamerikanischen Allesfresser die Fauna ganz erheblich. Insbesondere im Bereich unserer Bergstürze und natürlich waldfreien Felslandschaften mit den dort zahlreich vorhandenen Spalten und Höhlen leben viel zu viele der invasiven Großmarder. Anstatt der früher in den Felslandschaften ansässigen Vögel, Schlingnattern oder Eidechsen, findet man dort heute Berge von Waschbärkot. Selbst Großinsekten wie Käfer oder Zikaden rotten die possierlichen Stinktiere aus.  Auch kein Vogelnest ist vor den Kletterkünstlern sicher. Frösche, Unken, Lurche stehen ebenso auf den Speiseplan.

Die Waschbären gehören mit allen Mitteln bekämpft und wieder aus Deutschlands Natur entfernt. Spezialisten sollte man ausbilden, die sich dieser Tierart widmen um sie wieder auszurotten, bevor sie unzählige Arten heimischer Fauna ausgerottet hat. Gäbe es anstatt unserer "Waffenträger mit grünem Abitur" noch Wolf, Bär und Adler, also natürliche Feinde, gäbe es weder eine Schwarzkittel- noch eine Waschbärplage. Die Jägerschaft ist mit diesen Problemen eindeutig überfordert. 

Wenn man viel zu Fuß unterwegs ist fällt leider vielerorts und zunehmend ein mangelndes Umweltbewusstsein der Bevölkerung auf. Man muss schon von Verrohung sprechen wenn in der Peripherie der Ortschaften überall schamlos Gartenabfälle und oft auch Hausmüll entsorgt wird.  Ist das Abladen von Rasen, Baum- und Strauchschnitt entlang vieler Wege noch als eher unschön als naturbelastend anzusehen, ist das dreiste Wegwerfen jedmöglichen störenden Wohlstandsmülls doch sehr bedenklich. Das entlang der Strassen jede Menge Unrat aus den Autofenstern geworfen wird, daran stört sich schon fast Niemand mehr, aber was denken sich die Zeitgenossen dabei wenn sie Fuhren  von Bauschutt in die Landschaft kippen? Wie unbegreiflich verdorben oder dämlich muss jemand sein so etwas zu tun? 

      

Den nötigen Druck zu mehr Sensibilität und ein generelles Umdenken der Menschheit wird die Natur über Kurz oder Lang ganz sicher erzwingen.

Hoffentlich bleibt der gerade auflodernde weltweite Protest der Jugend kein Strohfeuer und zwingt einige Hirnis den Ernst der Lage zu erkennen.

Leugnern und Zweiflern der Umweltprobleme und des Klimawandels sei abschließend noch mitgegeben: Selbstverständlich wird jede diesbezügliche wissenschaftlich fundierte Erkenntnis torpediert. Die Fakten von 98% der mit der Materie befassten Wissenschaftler und Forscher werden von gerademal 2% in Zweifel gezogen. Das diese Herrschaften dem Mammon des Großkapitals erliegen darf durchaus angenommen werden.  

 

Über den vorstehenden Themenkomplex könnte ich ganze  Bücher schreiben. Diese sind aber von vielen Autoren längst publiziert in allen Details zur Problematik nachlesbar und Alle sollten sich eingehend über die Thematik Umweltschutz, den weltweiten Artenschwund und die Konsequenzen für die Menschheit informieren und ihr Verhalten überdenken. Die alltäglichen Nachrichten zu den globalen Umweltproblemen betreffen uns alle. Es ist erdgeschichtlich betrachtet Sekunden vor Zwölf, vielleicht auch schon zu spät.  

 

 

Klimatische Vielfalt, regenreiche Hochlagen und Weinbauklima in Tälern
Klimatische Vielfalt, regenreiche Hochlagen und Weinbauklima in Tälern

Positiv:

Habitate und Potenzial im Werra-Meißner-Kreis

    

Meißnermoore, hier mit Scheidigem Wollgras
Meißnermoore, hier mit Scheidigem Wollgras
Viele Kalkmagerrasen mit Orchideenvielfalt
Viele Kalkmagerrasen mit Orchideenvielfalt
Orchideenarten von europaweiter Bedeutung
Orchideenarten von europaweiter Bedeutung
Viele großflächige Märzenbechervorkommen in naturnahen Wäldern
Viele großflächige Märzenbechervorkommen in naturnahen Wäldern
Feuchtwiesen, hier mit Sibirischer Schwertlilie
Feuchtwiesen, hier mit Sibirischer Schwertlilie
Hochartenreiche Mooskieferwälder (Pyrolo-Pinetum)
Hochartenreiche Mooskieferwälder (Pyrolo-Pinetum)
Lichter Kalkbuchenwälder, hier mit Massenbetand von Rotes Waldvögelein
Lichter Kalkbuchenwälder, hier mit Massenbetand von Rotes Waldvögelein
Orchideenreiche Kalkhalbtrockenrasen, hier mit Mücken-Händelwurz
Orchideenreiche Kalkhalbtrockenrasen, hier mit Mücken-Händelwurz
Viele Magerrasen unterschiedlicher Ausprägung
Viele Magerrasen unterschiedlicher Ausprägung
Meißnerbergwiesen mit Arnika
Meißnerbergwiesen mit Arnika
Massenbestände von Orchideen, hier Orchis purpurea
Massenbestände von Orchideen, hier Orchis purpurea
Orchis militaris auf Kalk-Halbtrockenrasen
Orchis militaris auf Kalk-Halbtrockenrasen
Viele Sekundärbiotope, hier aufgelassener Steinbruch
Viele Sekundärbiotope, hier aufgelassener Steinbruch
 Viele Felsmonumente, hier Dolomit-Riffkalk
Viele Felsmonumente, hier Dolomit-Riffkalk
Hohlraumreiche Riffkalke, Lebensraum seltener Arten, hier wärmen sich Großer Fuchs und Holzbiene
Hohlraumreiche Riffkalke, Lebensraum seltener Arten, hier wärmen sich Großer Fuchs und Holzbiene
 Äcker der Vielfalt mit noch hohem Potenzial seltener Begleitflora
Äcker der Vielfalt mit noch hohem Potenzial seltener Begleitflora
Mageres Grünland artenreich und buntblühend
Mageres Grünland artenreich und buntblühend
Annähernd historische Nutzung von Kalkmagerrasen
Annähernd historische Nutzung von Kalkmagerrasen
Dreizähniges Knabenkraut aspektbildend
Dreizähniges Knabenkraut aspektbildend
Einige Kalkflachmoore mit vielen Arten der Roten Listen, hier mit Massenbestand Epipactis palustris
Einige Kalkflachmoore mit vielen Arten der Roten Listen, hier mit Massenbestand Epipactis palustris
Viele Spalten und Höhlen, Überwinterungshabitat und Rückzugsbiotop vieler Seltenheiten
Viele Spalten und Höhlen, Überwinterungshabitat und Rückzugsbiotop vieler Seltenheiten
Landwirtschaftliche Blühflächen, Meilensteine eines Umdenkens in der modernen Landwirtschaft?
Landwirtschaftliche Blühflächen, Meilensteine eines Umdenkens in der modernen Landwirtschaft?
Ackerrand mit hochseltenen Arten der Segetalflora
Ackerrand mit hochseltenen Arten der Segetalflora
Felslandschaften und seltene Baumarten
Felslandschaften und seltene Baumarten
44% Waldanteil
44% Waldanteil
Bunt blühende Waldvegetation offener Wälder
Bunt blühende Waldvegetation offener Wälder
Lichte Bauernwälder mit Orchideenbeständen bundesweiter Bedeutung
Lichte Bauernwälder mit Orchideenbeständen bundesweiter Bedeutung
Hoher Artenreichtum in vielfältigen Waldtypen
Hoher Artenreichtum in vielfältigen Waldtypen
Schuppenwurz im Kalkwald
Schuppenwurz im Kalkwald
Lanschaftsprägende Bergstürze
Lanschaftsprägende Bergstürze
Lichtdurchflutete Bauernwälder durch Brennholzgewinnung
Lichtdurchflutete Bauernwälder durch Brennholzgewinnung
Bergstürze in allen Himmelsrichtungen
Bergstürze in allen Himmelsrichtungen
Unzählige Fernblicke, hier Werratal und Hessische Schweiz
Unzählige Fernblicke, hier Werratal und Hessische Schweiz
Viele urige Eibenbestände, hier 100 Eiben am Heuberg
Viele urige Eibenbestände, hier 100 Eiben am Heuberg
Bergmagerrasen /Halbtrockenrasen, hier Kindelberg Reichenbach
Bergmagerrasen /Halbtrockenrasen, hier Kindelberg Reichenbach
Frauenschuhbestände landesweiter Bedeutung
Frauenschuhbestände landesweiter Bedeutung
Faltervorkommen bundesweiter Bedeutung
Faltervorkommen bundesweiter Bedeutung
Hohe Vogelvielfalt, hier Eisvogel
Hohe Vogelvielfalt, hier Eisvogel
Weißstorch und Silberreiher
Weißstorch und Silberreiher
Zug der Kraniche, grandioses Naturschauspiel im Herbst und Frühjahr
Zug der Kraniche, grandioses Naturschauspiel im Herbst und Frühjahr
Werra, viel besser als ihr Ruf, hier Biberwerk bei Herleshausen
Werra, viel besser als ihr Ruf, hier Biberwerk bei Herleshausen
Insektenparadiese
Insektenparadiese
Naturnahe Haus- und Ziergärten, kleiner Beitrag zur Artenvielfalt mit unterschätzter Wirkung
Naturnahe Haus- und Ziergärten, kleiner Beitrag zur Artenvielfalt mit unterschätzter Wirkung
Wildwuchs und unberührte Nischen, bedeutende Refugien für Artenvielfalt
Wildwuchs und unberührte Nischen, bedeutende Refugien für Artenvielfalt
Viele Gewässer, hier Werratalsee, am rechten Horizont der Hohe Meißner
Viele Gewässer, hier Werratalsee, am rechten Horizont der Hohe Meißner
Bedeutendes Sekundärbiotop, Hochwasserentlastungsrinne Albungen
Bedeutendes Sekundärbiotop, Hochwasserentlastungsrinne Albungen
Viele von Natur aus waldfreie Geotope, Lebensraum hochseltener Arten
Viele von Natur aus waldfreie Geotope, Lebensraum hochseltener Arten
Herrliche Landschaften, Kalkklippen der Goberthöhen mit Schloß Rothestein
Herrliche Landschaften, Kalkklippen der Goberthöhen mit Schloß Rothestein
Überall Struktur und Vielfalt, hier Königental bei Rambach
Überall Struktur und Vielfalt, hier Königental bei Rambach
Charakteristisch für den Landkreis und landesweit einmalig: Zahlreiche Muschelkalkbergstürze und -rutschungen
Charakteristisch für den Landkreis und landesweit einmalig: Zahlreiche Muschelkalkbergstürze und -rutschungen
Bläulings-Schlafgesellschaften im artenreichen Grünland
Bläulings-Schlafgesellschaften im artenreichen Grünland
Viele Sekundärbiotope / aufgelassene Steinbrüche
Viele Sekundärbiotope / aufgelassene Steinbrüche
Orchideen an Straßenrändern
Orchideen an Straßenrändern
Eine von vielen Heuwiesen hoher Artenvielfalt, Meißner-Bergwiese
Eine von vielen Heuwiesen hoher Artenvielfalt, Meißner-Bergwiese
Pfeiffengraswiesen und Borstgrasrasen mit Waldläusekraut
Pfeiffengraswiesen und Borstgrasrasen mit Waldläusekraut

Das Dreizähnige Knabenkraut Neotinea (Orchis) tridentata, aspektbildende Charakterpflanze des Werra-Meißner-Kreises auf vielen Kalkmagerasen
Das Dreizähnige Knabenkraut Neotinea (Orchis) tridentata, aspektbildende Charakterpflanze des Werra-Meißner-Kreises auf vielen Kalkmagerasen

 

 

Eingriffe in Natur und Landschaft/Naturzerstörung

Autobahnbau Walburg in Richtung Waldkappel am Fuße des Meißner
Autobahnbau Walburg in Richtung Waldkappel am Fuße des Meißner
Autobahnbau bei Wehretal-Oetmannshausen Tunnelportal Trimberg Richtung Waldkappel
Autobahnbau bei Wehretal-Oetmannshausen Tunnelportal Trimberg Richtung Waldkappel
Nordportal Tunnel Trimberg und Wehretalbrücke
Nordportal Tunnel Trimberg und Wehretalbrücke
Talquerung Bereich Blinde Mühle, Waldschneise (Ulfen)
Talquerung Bereich Blinde Mühle, Waldschneise (Ulfen)
Waldschneise/Streckenverlauf zukünftiges Brückenbauwerk Talquerung Lindenauer Tal
Waldschneise/Streckenverlauf zukünftiges Brückenbauwerk Talquerung Lindenauer Tal
Talquerung Netratal und Bergsicherung Heuberg, der Berghang mit ehemaligem Orchideenbuchenwald wird bis auf Brückenniveau beseitigt
Talquerung Netratal und Bergsicherung Heuberg, der Berghang mit ehemaligem Orchideenbuchenwald wird bis auf Brückenniveau beseitigt
Talquerung Hersfelder Grund mit Ottilienberg (Ulfen)
Talquerung Hersfelder Grund mit Ottilienberg (Ulfen)
Sicherung des Heuberges gegen Abrutschen durch Einbau gewaltiger Stahlbetonbohrpfähle
Sicherung des Heuberges gegen Abrutschen durch Einbau gewaltiger Stahlbetonbohrpfähle
Ulfetalquerung und Südportal Tunnel Boyneburg
Ulfetalquerung und Südportal Tunnel Boyneburg
Ostportal Trimbergtunnel, Spitzkehre Wehretalbrücke, Nordportal Tunnel Spitzenberg
Ostportal Trimbergtunnel, Spitzkehre Wehretalbrücke, Nordportal Tunnel Spitzenberg
Unvorstellbar lange und hohe Böschungssicherungen durch unzählige Bohranker und Edelstahlmattenbedeckungen
Unvorstellbar lange und hohe Böschungssicherungen durch unzählige Bohranker und Edelstahlmattenbedeckungen
Bergseitige Abgrabungen, talseitige Auffüllungen, Autobahnbreite nicht 50 sondern 150 Meter
Bergseitige Abgrabungen, talseitige Auffüllungen, Autobahnbreite nicht 50 sondern 150 Meter
Hier war einst Natur, jeder Kubikmeter abgebaggerter und wieder eingestampfte Erde vernichtet Leben tausendfach
Hier war einst Natur, jeder Kubikmeter abgebaggerter und wieder eingestampfte Erde vernichtet Leben tausendfach
Netratalquerung und Trassenverlauf Sontratal, links Tunnelportal Boyneburgtunnel
Netratalquerung und Trassenverlauf Sontratal, links Tunnelportal Boyneburgtunnel
Westportal Trimbergtunnel, kilometerlange Böschungen und Böschungssicherungen
Westportal Trimbergtunnel, kilometerlange Böschungen und Böschungssicherungen
Zukünftiges Tunnelnordportal Boyneburgtunnel
Zukünftiges Tunnelnordportal Boyneburgtunnel
Netratalquerung, Heubergkerbung und Bereich Auffahrt Wichmannshausen
Netratalquerung, Heubergkerbung und Bereich Auffahrt Wichmannshausen
Bereich Auf- Abfahrt Netra-Sontratal
Bereich Auf- Abfahrt Netra-Sontratal
Heubergabgrabung und Sicherung Stand Febr. 20
Heubergabgrabung und Sicherung Stand Febr. 20
Noch 15 Meter tiefer muss die Kerbe werden
Noch 15 Meter tiefer muss die Kerbe werden
Entwaldung und gigantische Erdarbeiten bei Sontra-Wellingerode
Entwaldung und gigantische Erdarbeiten bei Sontra-Wellingerode
Böschung bei Sontra-Wellingerode
Böschung bei Sontra-Wellingerode
Waldrodung für Autobahn bei Sontra
Waldrodung für Autobahn bei Sontra
Eines von vielen Waldtälern nach Rodung vor der Verfüllung für Autobahnbau
Eines von vielen Waldtälern nach Rodung vor der Verfüllung für Autobahnbau
Entwaldung der Unhauser Höhe für Autobahnbau
Entwaldung der Unhauser Höhe für Autobahnbau
Hochwaldbeseitigung für Autobahnbau bei Sontra-Lindenau
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Waldschneise entlang B 27 bei Sontra
Waldschneise entlang B 27 bei Sontra
Entwaldete Unhauser Höhe mit Blick zum Kielforst
Entwaldete Unhauser Höhe mit Blick zum Kielforst
Wer will da noch wohnen?
Wer will da noch wohnen?
Windräder Roter Berg, versauter Blick zum Alheimer
Windräder Roter Berg, versauter Blick zum Alheimer
Windpark Hausfirste
Windpark Hausfirste
Kranichzug über WKA im Sontaer Land. Bei tiefem Vogelzug in Schlechtwetterphasen oder während der Dunkelheit werden viele Flugtiere sterben.
Kranichzug über WKA im Sontaer Land. Bei tiefem Vogelzug in Schlechtwetterphasen oder während der Dunkelheit werden viele Flugtiere sterben.
Durch Windräder verschandelte Landschaften
Durch Windräder verschandelte Landschaften
Windpark Diemerode/Eltmannsee
Windpark Diemerode/Eltmannsee
Böschungen und Sicherung
Böschungen und Sicherung
Gesicherter Steilhang Bereich Tunnel Spitzenberg
Gesicherter Steilhang Bereich Tunnel Spitzenberg
Trogverlaufsbeispiel  bei Hoheneiche
Trogverlaufsbeispiel bei Hoheneiche
Baustelle Querung Lindenauer Tal Frühjahr 2020
Baustelle Querung Lindenauer Tal Frühjahr 2020
Talseitige Böschung bei Wehretal-Hoheneiche
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Bestandsbedrohende Wildschweinschäden an Orchis pallens-Vorkommen
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Orchideenbestandsvernichtung durch Wildschweine auf Kalk-Magerrasen
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Frauenschuh-Plünderung
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Die Übeltäter, viel zu viel Schwarzwild
Die Übeltäter, viel zu viel Schwarzwild
Hier wuchsen im Vorjahr 15 Himantoglossum hircinum (Bocksriemenzunge), Standort nun erloschen, Wildschweine!
Hier wuchsen im Vorjahr 15 Himantoglossum hircinum (Bocksriemenzunge), Standort nun erloschen, Wildschweine!
Ausgewühlte Bienen-Ragwurz, Knollen gefressen, Wildschweine
Ausgewühlte Bienen-Ragwurz, Knollen gefressen, Wildschweine
Umwandlung eines höchstartenreichen Pyrolo-Pinetum (Mooskiefernwald) durch Teilrodung und maschinelle Unterpflanzung, Vernichtung von Massenbeständen seltenster Arten
Umwandlung eines höchstartenreichen Pyrolo-Pinetum (Mooskiefernwald) durch Teilrodung und maschinelle Unterpflanzung, Vernichtung von Massenbeständen seltenster Arten
Harvesterfrevel im Kalk-Buchenwald mit Frauenschuh, möglicherweise mittelfristig positive Maßnahme?
Harvesterfrevel im Kalk-Buchenwald mit Frauenschuh, möglicherweise mittelfristig positive Maßnahme?
Vom Jungkiefernwald entwaldeter Riedmühlhügel mit erster Ansiedlung von Goodyera repens (Ulfen), dumme Ausgleichsmaßnahme für Autobahbau
Vom Jungkiefernwald entwaldeter Riedmühlhügel mit erster Ansiedlung von Goodyera repens (Ulfen), dumme Ausgleichsmaßnahme für Autobahbau
Ohne Worte
Ohne Worte
Müllverrohung allerorten
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Kletterfelsen oder landschaftsprägendes Naturdenkmal?
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Viel zu viele Kormorane plündern die Gewässer
Viel zu viele Kormorane plündern die Gewässer
Kormoran, keine Angst vor großen Fischen
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Orchideenreicher Kalkhalbtrockenrasen als Trainingsstrecke für idiodierte Motorsportler
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"Biotop des Jahres", Kalkmagerrasen Herlesgrund bei Eltmannshausen, zum Heulen
"Biotop des Jahres", Kalkmagerrasen Herlesgrund bei Eltmannshausen, zum Heulen
Hochwertiger Lebensraum für seltene Amphibien, Libellen, Vögel, Fische, Sandgrube Braunrod vor der Verfüllung 2017.
Hochwertiger Lebensraum für seltene Amphibien, Libellen, Vögel, Fische, Sandgrube Braunrod vor der Verfüllung 2017.
Steilwandbrutröhren, jetzt zugeschüttet
Steilwandbrutröhren, jetzt zugeschüttet
Mit Autobahnaushub nun stark entwertet, Uferschwalben-Steilwand  angeböscht
Mit Autobahnaushub nun stark entwertet, Uferschwalben-Steilwand angeböscht
Waldrodung bei Forsthaus Wellingerode
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Amphibienschutzmaßnahmen??
Amphibienschutzmaßnahmen??
Zerstörung Amphibien-Aufenthalts-und Überwinterungshabitat zur Zeit der Laichwanderungen
Zerstörung Amphibien-Aufenthalts-und Überwinterungshabitat zur Zeit der Laichwanderungen